Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe

Die Breitbandkabel Landkreis Karlsruhe GmbH (BLK) mit Sitz in Karlsruhe wurde 2014 gegründet. Gesellschafter der BLK sind der Landkreis Karlsruhe (51% Beteiligung) und die TelemaxX Telekommunikation GmbH (49% Beteiligung), die ihrerseits durch die Stadt/Stadtwerke Baden-Baden, Stadtwerke Bretten, Stadt/Stadtwerke Gaggenau, Stadtwerke Bühl, Stadtwerke Karlsruhe, Star Energiewerke (Versorgungsunternehmen der Stadt Rastatt) und Stadtwerke Ettlingen sowie Energie- und Wasserversorgung Bruchsal und die Stadt Stutensee als Gesellschafter getragen werden.

Flächendeckende Grundversorgung

Ziel der BLK ist es, in Gebieten im Landkreis, in denen von privaten Anbietern kein Glasfaserausbauvorhaben besteht, verfügbare Infrastrukturen anzumieten, fehlende Trassen zu bauen und dadurch interessierten Dienstanbietern ein durchgängiges Backbone-Netz zur Verfügung stellen zu können. Im Fokus steht die flächendeckende Schaffung der Voraussetzung für eine Grundversorgung mit Glasfaseranschlüssen von jeweils mindestens 50 Mbit/s symmetrisch in den am Projekt teilnehmenden Kommunen im Rahmen der Daseinsvorsorge. Die Koordinierung der Planungsarbeiten und Baumaßnahmen erfolgt in enger Abstimmung der BLK mit den Kommunen auf Basis interkommunaler Zusammenarbeit und den daraus resultierenden Synergieeffekten.

Die Finanzierung erfolgt, nach Abzug der Förderung durch das Land Baden-Württemberg, über eine Kostenbeteiligung der Kommunen im Verhältnis der Einwohnerzahl. Weitere Einnahmequelle stellen nach erfolgreicher Inbetriebnahme die Betreiberentgelte dar.

Glasfaserbackbone – Rückgrat der Zukunft

In diesem Landkreismodell errichten die BLK das Glasfaserbackbone und die Kommunen die passive Infrastruktur wie Glasfaserstrecken, MFGs, POPs in den Kommunen (Accessnetz) und stellen es dem aus einer europaweiten Ausschreibung hervorgegangenen Betreiber, derzeit der Inexio GmbH, zur Verfügung. Die Firma Inexio ist gemäß Netzbetriebsvertrag für den Betrieb und die Vermarktung verantwortlich und erbringt den eigentlichen Telekommunikationsdienst (Internet, Telefonie und Fernsehen) für den Endkunden.
Inexio wurde bei der Vergabe als Betreiber zusätzlich dazu verpflichtet, die OpenAccess Mechanismen zu ermöglichen. Das bedeutet, bezogen auf dieses Projekt, dass Inexio alternativen Telekommunikationsunternehmen Mechanismen anbietet, um wiederum deren Kundenprodukte zum eigentlichen Endkunden über das kommunale Breitbandnetz zu bringen.

Glasfaserinfrastruktur

Im Fokus steht die flächendeckende Schaffung der Glasfaserinfrastruktur sowohl in Wohn- als auch Gewerbegebieten für eine Grundversorgung mit Übertragungsraten von jeweils mindestens 50 Mbit/s symmetrisch in den am Projekt teilnehmenden Kommunen im Rahmen der Daseinsvorsorge. Langfristig werden mit dem Ausbauziel 2025 Übertragungsraten von 1 GB symmetrisch entsprechend dem EU-Ziel für 2025 angestrebt.